Wassermobil für die Notversorgung

Das innovative Gerät des Wasserwerks Villach wurde beim verheerenden Unwetter zum Trinkwasserspender.

Not- und Ersatzwasserversorgung in Krisensituationen

Das Team des Wasserwerks Villach hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die bereits bestehenden Einrichtungen, auch für die Not- und Ersatzwasserversorgung hinaus, Initiativen zu setzen. Ein Resultat der Bestrebungen ist das eigens entwickelte Wassermobil. Ziel war es, eine orts- und witterungsunabhängig einsetzbare, flexible Einheit zu schaffen, die einfach zu bedienen ist und allen technischen und hygienischen Anforderungen entspricht.

Trinkwasser für Treffen

„Unser Wassermobil hat nun nach dem verheerenden Unwetter in Treffen vor Ort genau das getan. Wir konnten, vom Katastrophenschutz beauftragt, kurzfristig notwendiges Trinkwasser an einem Ausgabepunkt für die Treffener Bevölkerung zur Verfügung stellen“, berichtet Wasserreferent Stadtrat Erwin Baumann. Bereits bei der Entwicklung orientierte sich das Team des Wasserwerks Villach an Krisensituationen. Die hygienischen Standards wurden durch Fachexpertisen der Medizinischen Universität Wien unterstützt, die technische Auslegung und Ausstattung basiert auf dem Regelwerk der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserwerk (ÖVGW). „Das Wassermobil ist ein 2,5 Tonnen schwerer Zwei-Achs-Anhänger mit einem Kastenaufbau. Darin sind sämtliche Anlagenkomponenten funktionsorientiert untergebracht“, erklärt Stadtrat Baumann. Werden diese Elemente fachmännisch aufgebaut, gewährleisten sie – wie in Treffen – einen entsprechenden Versorgungsdruck und liefern in Verbindung mit einem mobilen Trinkwassertank sofort einwandfreies, hygienisches Not- und Ersatzwasser.


01.08.2022
Quelle (Foto und Text): Villacher Stadtzeitung, Ausgabe Nr. 07/2022