Stellungnahme zum geplanten Logistikzentrum

Liebe Freunde, in den letzten Tagen stand die Diskussion rund um das neue Logistikzentrum in Fürnitz/Federaun im Mittelpunkt der medialen Berichterstattung. Eine Chance für unsere Draustadt, für unser Bundesland und über die Grenzen hinaus, ein Projekt mit internationaler Bedeutung. Um was geht es?

Die Koralmbahn und die damit verbundene Milliardeninvestition rückt das Thema Schienenverkehr massiv in den Mittelpunkt. Villach als Eisenbahnerstadt und wichtiger Knotenpunkt kann mit einem Logistikzentrum in dieser Dimension genau da mitspielen, wo wir Villach als Stadt, als pulsierendes Zentrum und als Wirtschaftsstandort auch sehen. Auch das Thema Schiene statt Straße, also der Verschub von Güterverkehr auf das Gleis, anstatt LKW-Schwerverkehr stehen hier im Mittelpunkt der Überlegungen. Wir wären mit einer Umsetzung des Projektes in unserer Region damit Teil einer über unsere Grenzen hinaus wichtigen Güterverkehrstrasse. Fürnitz ist, wie wir wissen, seit Jahrzehnten bereits eine Drehscheibe für genau diese Transportwege. Nunmehr soll mit einer Rieseninvestition dieser Standort weiter ausgebaut werden. Wir Freiheitliche sehen darin eine Chance, die wir wie bereits bei der Infineon, keinesfalls zu Nichte machen sollten. Es geht um Arbeitsplätze die wir brauchen, es geht um ein Investment in Millionenhöhe und es geht darum den Firmen, die bereits an diesem Standort sind, einen weiteren Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Was außer Frage steht, ist das WIE? Und hier meine ich, dass bei einem Großprojekt wie jenem, wo eine Bürgerinitiative Bedenken dazu hat, auch eine breite Diskussion geführt werden muss. Ich verstehe die Bedenken, die Sorgen und die Ängste derer, die von dem Projekt unmittelbar betroffen sind. Hier gilt es, mit allen Parteien, mit allen politischen Vertretern und Experten eine wahrlich nicht eine einfache Lösung zu finden: Eine die es möglichst jedem recht macht. Was ich aber nicht akzeptieren kann, ist ein grundsätzliches Nein. Ein kategorisches Nein, wie es die Grünen und die Verantwortung Erde immer wieder und wieder trommelt. Es ist leicht Neuerungen und künftige Entwicklungen Stoppen zu wollen. Viel schwieriger und genau dieser Aufgabe werden wir uns stellen, ist es, eine Lösung für möglichst alle Beteiligten zu finden. Sich plakativ mit selbstgemalten Schildern hinzustellen, alles verhindern zu wollen und sich der Zukunft verschließen, ist nicht unsere Linie. Wir wollen eine demokratische und im Konsens mit allen Beteiligten bestmögliche Umsetzung für unsere Stadt.

Das meint euer Erwin Baumann


24.02.2022