Interview: 3 Fragen an Wohnungsreferenten Stadtrat Erwin Baumann

Worauf ist denn beim Antrag auf Woh­nungsvergabe zu achten?

Erwin Baumann:

Für Wohnungssuchende ist ein Erstantrag und bei nachträglichen Änderungen ein Änderungsantrag zu stellen. Dieser und eine Liste mit erforderlichen Unterlagen / Nachweisen können online über villach.at/wohnungsantraege heruntergeladen oder persönlich bei der Abteilung Wohnungen in der Italiener Straße 7 abgeholt werden. Ein Ansuchen kann nur bearbeitet und bewertet werden, wenn alle auf die persön­lichen Verhältnisse zutreffenden Unterlagen in Kopie dem An­trag beiliegen und die Voraussetzungen lt. WBFG erfüllt werden. Bei der Wohnungssuche ist wegen vieler Anträge mit Wartezeit zu rechnen.

Warum erfordert das Wohnen in einem Mietshaus gegenseitige Rücksichtnahme?

Erwin Baumann:

Im Mietshaus ist dies für ein gedeihliches Zu­sammenleben unabdingbar. Sei es bei einer Feier, beim Musik­hören oder bei kleineren Arbeiten in der Wohnung. Informieren Sie Ihre Nachbarn, wenn lärmende Arbeiten anstehen und Sie werden sehen, man hat Verständnis. Vermeiden Sie unnötigen Lärm und halten Sie sich an die Ruhezeiten von 12-15 Uhr und 22-6 Uhr, Nachbarn werden es Ihnen danken. Bei Kinderlärm zeigen sich Vermieter und Gesetzgeber tolerant. Ein klärendes Gespräch bringt mehr als ein stetiger Kampf gegen Windmühlen.

Warum müssen Wohnungswerber Deutschkenntnisse nachweisen?

Erwin Baumann:

Sich in der Landessprache verständigen zu können, ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Integra­tion, Jobsuche, Behördenwege, Unterhaltung mit Nachbarn oder Kontakte knüpfen. Ohne Sprachkenntnisse ist es kaum möglich, am alltäglichen Leben teilzunehmen. Darum müssen Woh­nungssuchende und alle mitziehenden Personen des gleichen Haushaltes seit dem Jahr 2017 Deutschkenntnisse auf Basis A2 Niveau vor einer Wohnungsvergabe nachweisen.


21.02.2022
Quelle: Mieterzeitung, Ausgabe Nr.13 / Dez. 2021